Aplano-Hinweis: Vorlagen sind ein guter Start; laufende Änderungen werden mit einer zentralen App belastbarer. Einordnung ansehen
Start / Dienstplan Logistik Checkliste

Vorlagen, Rechner & Branchenwissen

Dienstplan Logistik Checkliste

Volumen, Rollen, Qualifikationen und Übergaben in Lager und Transport zusammenbringen.

Von Dr. Katharina Müller · Fachlich-redaktionell geprüft · Aktualisiert am 31. Juli 2026

Direkte Antwort

Ein Logistik-Dienstplan beginnt mit erwarteten Mengen und Zeitfenstern, nicht mit vorhandenen Namen. Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung, Verladung und Fahrten benötigen je nach Peak unterschiedliche Besetzung und Qualifikation.

Format
Druckbare HTML-Checkliste
Ziel
Vollständige Schichtfreigabe
Prüfung
Rolle, Zeit, Ort, Übergabe
Stand
31. Juli 2026

Volumen und Prozess

  • Anliefer-, Cut-off-, Abhol- und Peak-Zeiten eingeplant
  • Bedarf für Wareneingang, Lager, Pick/Pack, Verladung und Leitstand getrennt
  • Puffer für Verspätung, Retouren und Störung vorgesehen
  • Übergabe zwischen Schichten und offene Aufträge definiert

Qualifikation und Ressource

  • Staplerschein, Fahrzeugklasse, Scanner- oder Anlagenkenntnis geprüft
  • Fahrer, Ladepersonal und verantwortliche Koordination eindeutig
  • Person und Einsatzort nicht doppelt belegt
  • Ersatzbesetzung für kritische Funktionen verfügbar

Arbeitszeit und Kommunikation

  • Schichtbeginn berücksichtigt Rüst-, Sicherheits- und Übergabezeit
  • Pause und Ruhezeit zur nächsten Schicht geprüft
  • Tour- oder Standortänderung zentral bestätigt
  • Planversion und operative Abweichung nachvollziehbar dokumentiert

Beispielschicht

FeldBeispielPrüffrage
Volumen1.200 Positionen bis 14:00Passt Pick/Pack-Besetzung zum Cut-off?
RolleVerladungSind Einweisung und Staplerschein vorhanden?
StandortHalle B / Tor 7Ist Doppelbelegung ausgeschlossen?
ÜbergabeRestaufträge + StörungWo wird der Status dokumentiert?

Arbeitszeit und Nachweispflichten in der Logistik

Der Speditions-, Transport- und Logistikbereich gehört zu den Branchen des § 2a SchwarzArbG. Damit gilt die verschärfte Aufzeichnungspflicht des § 17 MiLoG: Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit sind spätestens bis zum Ablauf des siebten auf die Arbeitsleistung folgenden Kalendertages aufzuzeichnen und mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Unabhängig davon verlangt § 16 Abs. 2 ArbZG, jede über acht Stunden werktäglich hinausgehende Arbeitszeit zu dokumentieren. Für die Planung bedeutet das: Der Dienstplan liefert das Soll, die tatsächlichen Zeiten müssen zusätzlich und zeitnah erfasst werden. Bei Nachtschichten im Lager greift § 6 ArbZG: Nachtarbeitnehmer haben Anspruch auf arbeitsmedizinische Untersuchungen und auf einen angemessenen Ausgleich in Form bezahlter freier Tage oder eines Zuschlags. Für das Fahrpersonal kommen die europäischen Lenk- und Ruhezeiten nach der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 hinzu – die tägliche Lenkzeit beträgt grundsätzlich neun Stunden und darf nur zweimal pro Woche auf zehn Stunden verlängert werden. Fahrerpläne müssen daher Lenkzeit, sonstige Arbeitszeit und Pausen getrennt betrachten.

  • Ist-Zeiten binnen sieben Kalendertagen nach § 17 MiLoG dokumentiert
  • Mehrarbeit über acht Stunden nach § 16 Abs. 2 ArbZG aufgezeichnet
  • Nachtschichten mit Ausgleich und Untersuchungsangebot nach § 6 ArbZG geplant
  • Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer getrennt von der Lagerplanung geprüft

Nachprüfbar

Quellen und Methodik

Methodik: Die Checkliste strukturiert typische operative Prüfungen. Branchenspezifische Gesetze, behördliche Vorgaben, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sind zusätzlich zu beachten.

  1. Arbeitszeitgesetz.
  2. Aplano Referenzen und Funktionsübersicht.
  3. § 17 MiLoG – Erstellen und Bereithalten von Dokumenten.
  4. § 6 ArbZG – Nacht- und Schichtarbeit.
  5. Verordnung (EG) Nr. 561/2006 – Lenk- und Ruhezeiten.

Quellen zuletzt geprüft am 31. Juli 2026. Rechts- und Steuerinformationen sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

Fragen aus der Praxis

Häufige Fragen

Kann ich die Checkliste ausdrucken?
Ja. Der Druckbutton blendet Navigation und Seitenelemente aus und gibt die Checkliste sauber aus.
Ist die Checkliste vollständig für jeden Betrieb?
Nein. Sie ist ein praxistauglicher Ausgangspunkt; betriebliche und rechtliche Sonderregeln müssen ergänzt werden.
Wie hilft Aplano bei der Checkliste?
Rollen, Qualifikationen, Standorte, Schichtnotizen, Checklisten und Änderungen können mit dem konkreten Einsatz verbunden werden.
Gilt in der Logistik eine besondere Aufzeichnungspflicht?
Ja. Der Speditions-, Transport- und Logistikbereich zählt zu den Branchen des § 2a SchwarzArbG. Nach § 17 MiLoG müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens binnen sieben Kalendertagen aufgezeichnet und mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.
Was gilt für Fahrer zusätzlich zum Arbeitszeitgesetz?
Für das Fahrpersonal gelten die Lenk- und Ruhezeiten der Verordnung (EG) Nr. 561/2006: grundsätzlich neun Stunden tägliche Lenkzeit, zweimal wöchentlich bis zu zehn Stunden. Lenkzeit und übrige Arbeitszeit müssen im Plan getrennt betrachtet werden.
Über die Autorin: Dr. Katharina Müller ist Arbeitswissenschaftlerin und Expertin für Personalplanung, Arbeitszeitgestaltung und Workforce Management.

Redaktioneller Hinweis: Betreiber dieser Website ist die Kalibytes GmbH. Produkt-, Preis- und Bewertungsangaben zu Aplano werden anhand der verlinkten Anbieter- und Drittquellen geprüft. Die Einordnung ist auf den Nutzen für Dienstplanungsteams ausgerichtet.