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Dienstplan Gastronomie Checkliste

Vom Reservierungsbild bis zur Schichtfreigabe - die wichtigsten Punkte für Restaurant, Café und Bar.

Von Dr. Katharina Müller · Fachlich-redaktionell geprüft · Aktualisiert am 31. Juli 2026

Direkte Antwort

Ein Gastronomie-Dienstplan sollte zuerst Gästeaufkommen und Funktionsbedarf abbilden: Küche, Service, Bar, Spülbereich und verantwortliche Leitung. Danach werden verfügbare Personen zugeordnet, Pausen und Übergaben geprüft und die Schicht verbindlich veröffentlicht.

Format
Druckbare HTML-Checkliste
Ziel
Vollständige Schichtfreigabe
Prüfung
Rolle, Zeit, Ort, Übergabe
Stand
31. Juli 2026

Bedarf und Umsatzfenster

  • Reservierungen, Events, Terrasse, Lieferung und typische Peaks berücksichtigt
  • Mindestbesetzung für Küche, Service, Bar und Spülbereich festgelegt
  • Öffnung, Mise en Place, letzte Bestellung und Abschlusszeiten eingeplant
  • Verantwortliche Schichtleitung je Zeitfenster benannt

Team und Qualifikation

  • Verfügbarkeiten von Aushilfen, Minijobs und Teilzeit geprüft
  • Erfahrung an Kasse, Bar, Küche oder Schließdienst berücksichtigt
  • Alleinarbeit und minderjährige Beschäftigte gesondert geprüft
  • Vertretung für kurzfristigen Ausfall benannt

Zeit und Freigabe

  • Beginn, Ende und Pause konkret statt nur Schichtcode angegeben
  • Ruhezeit zur Vor- und Folgeschicht geprüft
  • Übergabe zwischen Küche, Service und Leitung eingeplant
  • Planversion freigegeben und über einen verbindlichen Kanal verteilt

Beispielschicht

FeldBeispielPrüffrage
DienstFr 17:00-01:00Ist die Pause konkret eingeplant?
RolleService / KasseIst Kassenberechtigung vorhanden?
Peak19:00-22:00Ist Mindestbesetzung in diesem Fenster erreicht?
Übergabe16:45 BriefingSind Allergene, Gruppen und Tageskarte besprochen?

Arbeitszeitregeln, die jeder Gastro-Plan einhalten muss

Für Restaurant, Café und Bar gelten die allgemeinen Grenzen des Arbeitszeitgesetzes: höchstens acht Stunden werktäglich, bis zu zehn Stunden nur, wenn der Durchschnitt von acht Stunden innerhalb von sechs Monaten gehalten wird (§ 3 ArbZG). Bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit sind mindestens 30 Minuten Pause fällig, bei mehr als neun Stunden 45 Minuten; Pausen dürfen in Blöcke von je mindestens 15 Minuten geteilt werden – für Teildienste zwischen Mittags- und Abendgeschäft relevant (§ 4 ArbZG). Nach Dienstende gilt eine Ruhezeit von grundsätzlich elf Stunden; in Gaststätten darf sie um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn der Ausgleich innerhalb eines Kalendermonats oder von vier Wochen erfolgt (§ 5 ArbZG). Praktisch heißt das: Wer den Schließdienst bis 01:00 Uhr übernimmt, darf regulär frühestens ab 12:00 Uhr wieder eingeplant werden. Dazu kommt die Dokumentationspflicht: Das Gastgewerbe zählt zu den Branchen des § 2a SchwarzArbG, daher müssen nach § 17 MiLoG Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens binnen sieben Kalendertagen aufgezeichnet und mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden – das gilt auch für Aushilfen und Minijobber.

  • Schichtlänge gegen die 8/10-Stunden-Grenze des § 3 ArbZG geprüft
  • Pausen bei Teildiensten konkret gelegt (mindestens 15-Minuten-Blöcke)
  • Elf Stunden Ruhezeit zwischen Schließ- und Öffnungsdienst eingehalten oder Ausgleich geplant
  • Arbeitszeitnachweise nach § 17 MiLoG binnen sieben Tagen erstellt und zwei Jahre archiviert

Nachprüfbar

Quellen und Methodik

Methodik: Die Checkliste strukturiert typische operative Prüfungen. Branchenspezifische Gesetze, behördliche Vorgaben, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sind zusätzlich zu beachten.

  1. Arbeitszeitgesetz.
  2. Aplano Referenzen und Funktionsübersicht.
  3. § 4 ArbZG – Ruhepausen.
  4. § 5 ArbZG – Ruhezeit.
  5. § 17 MiLoG – Erstellen und Bereithalten von Dokumenten.

Quellen zuletzt geprüft am 31. Juli 2026. Rechts- und Steuerinformationen sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

Fragen aus der Praxis

Häufige Fragen

Kann ich die Checkliste ausdrucken?
Ja. Der Druckbutton blendet Navigation und Seitenelemente aus und gibt die Checkliste sauber aus.
Ist die Checkliste vollständig für jeden Betrieb?
Nein. Sie ist ein praxistauglicher Ausgangspunkt; betriebliche und rechtliche Sonderregeln müssen ergänzt werden.
Wie hilft Aplano bei der Checkliste?
Rollen, Qualifikationen, Standorte, Schichtnotizen, Checklisten und Änderungen können mit dem konkreten Einsatz verbunden werden.
Welche Pause gilt bei einer Schicht über neun Stunden?
Nach § 4 ArbZG sind bei mehr als neun Stunden Arbeitszeit mindestens 45 Minuten Ruhepause vorgeschrieben. Die Pause kann in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden und muss spätestens nach sechs Stunden gewährt werden.
Müssen Arbeitszeiten von Aushilfen dokumentiert werden?
Ja. Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen des § 2a SchwarzArbG; § 17 MiLoG verlangt daher die Aufzeichnung von Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens binnen sieben Kalendertagen und eine Aufbewahrung von mindestens zwei Jahren.
Über die Autorin: Dr. Katharina Müller ist Arbeitswissenschaftlerin und Expertin für Personalplanung, Arbeitszeitgestaltung und Workforce Management.

Redaktioneller Hinweis: Betreiber dieser Website ist die Kalibytes GmbH. Produkt-, Preis- und Bewertungsangaben zu Aplano werden anhand der verlinkten Anbieter- und Drittquellen geprüft. Die Einordnung ist auf den Nutzen für Dienstplanungsteams ausgerichtet.